Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen kennt fast jeder: ganz plötzlich sticht es im Ohr oder es rauscht. Man kommt nicht zur Ruhe und fühlt sich stark beeinträchtigt. Betroffen sein können alle Teile des Hörorgans: das Außenohr (Ohrmuschel und äußerer Gehörgang), das Mittelohr mit dem Trommelfell und das Innenohr.

Wichtig zu wissen: Ohrenschmerzen sind keine eigene Erkrankung, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Am häufigsten kommt es zu

  • Entzündungen des äußeren Gehörgangs (Otitis externa),
  • Entzündungen des Mittelohrs (Otitis media),
  • seltener ist das Trommelfell verletzt,
  • die Ohrtrompete ist entzündet (Tubenkatarrh)
  • oder der Warzenfortsatz (Mastoiditis).

Wie entstehen Ohrenschmerzen?

In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde wird für jede Art von Ohrenschmerz der Begriff „Otalgie“ verwendet. Weiter unterschieden wird zwischen primären und sekundären Otalgien:

Bei der primären Otalgie gehen die Ursachen immer vom Ohr selbst aus. Ohrenschmerzen entstehen etwa durch Verletzungen und Entzündungen am Außen-, Mittel- oder Innenohr. Auch anatomische Besonderheiten spielen eine Rolle, vor allem bei Kindern oder bei Menschen mit einer verkürzten Ohrtrompete, die häufiger an akuten Mittelohrentzündungen leiden. Neben der Mittelohrentzündung ist die äußere Gehörgangsentzündung ein zweites Beispiel für eine primäre Otalgie.

Bei einer sekundären Otalgie werden die Schmerzen eigentlich durch eine andere Erkrankung verursacht, zum Beispiel durch

  • Erkrankungen der Zähne oder des Kiefergelenks
  • Erkrankungen der oberen Atemwege,
    des Nasen-Rachen-Raumes oder des Kehlkopfs
  • Nervenentzündungen im Gesicht
  • Probleme an der Halswirbelsäule
  • Entzündungen der Ohrspeicheldrüse
  • eine Wund- oder eine Gürtelrose
  • Erkrankungen, die den Kopf bzw. das Gehirn betreffen

Symptome: Stechen, Druck und Ohrensausen

Die Beschwerden am Ohr werden von jedem Betroffenen anders empfunden. Einige beschreiben einen stechenden Schmerz, andere eher ein Druckgefühl. Nicht immer sind beide Ohren betroffen, oft schmerzt nur eine Seite. Außerdem hört man oft schlechter, das Ohr juckt oder man hat Ohrensausen.

Da die Ohren im Inneren von zahlreichen Nerven durchzogen sind, sind sie dort sehr empfindlich. Schon bei kleinsten Reizen können äußerst unangenehme Beschwerden und Ohrenschmerzen entstehen.

Symptome Ohrenschmerzen

Entzündung des äußeren Gehörgangs – die Otitis externa

Ohr eines Schwimmers

Häufig ist ein entzündeter Gehörgang verantwortlich für Schmerzen im Ohr, eine sogenannte Otitis externa. Am Anfang juckt es im Ohrinneren stark und es kommt zu einer Schwellung, die Beschwerden sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Viele Patienten, vor allem Kinder, reagieren schon auf ein vorsichtiges Berühren der Ohrmuscheln empfindlich. Verstärkt sich der Schmerz beim Ziehen am Ohrläppchen, liegt der Verdacht auf eine Otitis externa nahe. Vereinzelt kann es zu einer Hörverminderung kommen, da der Schall durch den geschwollenen Gehörgang nicht mehr optimal bis ins Innenohr vordringt. Eine Entzündung des äußeren Gehörgangs kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden, wie z.B. durch eine falsche Ohrreinigung oder auch eindringendes Badewasser.

Ohrenschmalz schützt den Gehörgang

Geschützt wird der Gehörgang vor schädlichen äußeren Einflüssen durch das Ohrenschmalz (Cerumen), das im Gegensatz zu seinem schlechten Ruf sehr nützlich für das Ohr ist. Es wird von speziellen Drüsen im äußeren Drittel des Gehörgangs produziert und soll Staub und Schmutz abfangen, bevor sie das empfindliche Trommelfell erreichen. Durch Kieferbewegungen werden Ohrenschmalz und abgestorbene Hautzellen kontinuierlich nach außen transportiert, wo sie trocknen und abfallen.

Zudem bildet Ohrenschmalz einen Schutzfilm im Gehörgang, der das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmt und die Haut dort geschmeidig hält. Bei gesunden, beschwerdefreien Menschen brauchen die Ohren aufgrund des oben beschriebenen Selbstreinigungsmechanismus keine spezielle Pflege.

Übertriebene Ohrhygiene oder andere Reizungen

  • Vielfach werden Wattestäbchen zu häufig benutzt, dadurch wird zum einen die Haut im Gehörgang aufgerieben, zum anderen wird das hautschützende Ohrenschmalz tief Richtung Trommelfell geschoben; es sammelt sich an einer Stelle, kann verhärten und einen Pfropfen bilden, der wiederum auf den Gehörgang drückt und diesen reizt und gegebenenfalls Ohrenschmerzen auslöst.
  • Auch die tägliche Reinigung mit Shampoos, Duschgels oder Seifen kann das Ohr auf Dauer reizen und seinen natürlichen Schutzfilm zerstören; die Haut im Gehörgang wird dadurch empfindlicher und schmerzhafte Entzündungen können die Folge sein.
  • Andere Belastungen für das Ohr entstehen leicht durch Zugluft oder kalten Wind im Winter und auch
  • eine starke Lärmbelastung durch Umwelteinflüsse, das ständige Tragen moderner Headphones oder auch die Nutzung von Hörgeräten zieht Ohren in Mitleidenschaft und kann Ohrenschmerzen verursachen.
Ohrhygiene

Auch Wasser kann die Ohren stressen

Wasser kann Ohren stressen

Ob in der Schwimmhalle oder beim Familienurlaub. Häufiges langes Baden, Schwimmen oder Tauchen in Chlor- oder Meerwasser reizt die Ohren – bei Kindern und Erwachsenen. Die Einwirkung von Wasser –  verbunden mit dem feuchten Klima in Schwimmbädern, Pools oder Thermen – führt schnell zu Problemen und Ohrenschmerzen. Oftmals gelangen mit dem Wasser Keime in den Gehörgang und lösen dort eine schmerzhafte Entzündung aus. Vor allem Kinder, aber auch erwachsene Wassersportler, haben damit zu tun, der Volksmund spricht von einem „Schwimmerohr“, der Fachmann von einer „Badeotitis“.

Um das Ohr beim Schwimmen vor Wasser zu schützen, können spezielle Ohrstöpsel getragen werden. Sehr gut vorbeugen lässt sich aber auch mit Ohrentropfen, die Glycerol enthalten, wie zum Beispiel Otodolor®. Diese lassen sich vor dem Baden, Schwimmen oder Tauchen ganz einfach anwenden und schützen so das Ohr vorbeugend vor eindringendem Wasser.

Die Mittelohrentzündung (Otitis media) – klassisch im Winter

Anders als bei einer Entzündung des Gehörgangs gelangen Bakterien oder Viren bei einer Otitis Media nicht von außen, sondern vielmehr von innen in das Ohr. Hier dringen sie im Nasen-Rachen-Raum über die Ohrtrompete, die sogenannte eustachische Röhre, auf direktem Weg in die Paukenhöhle ein und führen dort zu einem entzündlichen Prozess.

Schwillt das Gewebe im Bereich der Ohrtrompete an, kann das Ohr nicht mehr gut belüftet werden und es entsteht ein Unterdruck. Außerdem kann das Entzündungssekret nicht mehr richtig abfließen, die Ohrtrompete verstopfen und sich im Mittelohr ansammeln. Das Trommelfell ist dann meist gerötet und vorgewölbt. Betroffene haben das Gefühl ihre Ohren sind „zu“ und sie hören schlechter.

Für eine akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) sind plötzlich einsetzende Ohrenschmerzen typisch, die verstärkt abends oder nachts auftreten. Einem durch Viren ausgelösten Schnupfen folgt hier eine sogenannte Superinfektion, eine Besiedlung mit Bakterien. Dies führt zu pulsierenden Ohrenschmerzen sowie einem Druckgefühl im Ohr. Begleitet wird die akute Mittelohrentzündung häufig von Fieber sowie einem schlechten Allgemeinzustand.

Zur Behandlung einer akuten Mittelohrentzündung wird der Arzt Bettruhe anordnen sowie entzündungshemmende Schmerzmittel verordnen. Gegebenenfalls werden auch fiebersenkende Medikamente verabreicht. Abschwellende Nasentropfen und -sprays dienen der besseren Belüftung, wenn die Mittelohrentzündung in Folge eines Schnupfens aufgetreten ist. Diese Mittel sollten aber ohne Absprache mit dem Arzt nicht länger als eine Woche angewandt werden, da die Nasenschleimhaut sonst ohne Hilfe nicht mehr von alleine abschwillt.

Wieso sind Kinder so häufig betroffen?

Bei der akuten Mittelohrentzündung handelt es sich um eine der häufigsten Erkrankungen im Kindesalter bis etwa zum 6. Lebensjahr. Der Krankheitsgipfel liegt zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat.

Dass kleine Kinder sehr häufig unter einer akuten Mittelohrentzündung leiden, hat anatomische Gründe. Die Ohrtrompete (Tuba auditiva), die das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum verbindet, ist bei ihnen wesentlich kürzer und waagerechter als bei Erwachsenen. Viren und Bakterien aus Nase und Rachen gelangen bei einer Erkältung so viel leichter in das Mittelohr  – eine schmerzhafte Infektion ist die Folge.

Kinder haben häufig Ohrenschmerzen

So erkennen Eltern die Symptome

Viele Eltern kennen das Problem und fragen sich, wie sie Ohrenschmerzen bei ihrem Nachwuchs am besten erkennen, vor allem bei den Kleinsten, die noch nicht sprechen können. Bei einer Erkältung oder einem Schnupfen sollten Eltern deshalb auf folgende Hinweise achten:

  • Reibt das Kind verstärkt an einem oder gar an beiden Ohren?
  • Ist es häufig weinerlich, kränklich und hat Fieber?
  • Kommen zu starken Schmerzen Durchfall, Erbrechen und ein Schwindelgefühl hinzu?
  • Liegt das Kind verstärkt auf dem Ohr, das ihm Probleme bereitet?

Achtung bei Verletzungen am Trommelfell

Das Trommelfell befindet sich am Ende des äußeren Gehörgangs, dahinter liegt das Mittelohr. Wird es zum Beispiel durch einen Riss verletzt, sind die Leiden und Ohrenschmerzen des Patienten besonders ausgeprägt. Meist hören die Betroffenen sehr schlecht, spüren einen äußerst stechenden Schmerz oder bluten sogar aus dem Ohr. Ist auch das Innenohr gereizt, können zusätzlich Schwindel und Übelkeit bis hin zu einer Lähmung der Gesichtsnerven auftreten.

Eine Verletzung des Trommelfells entsteht vor allem durch spitze Gegenstände im Ohr, durch Explosionen oder auch durch einen Schlag auf das Ohr. Aber auch eine falsche Reinigung des Gehörgangs kann die Ursache sein, gerade wenn Wattestäbchen oder andere Fremdkörper zu tief in das Ohr eingeführt werden.

Bleiben Entzündungen lange unentdeckt, kann es schlimmstenfalls zu einem Tinnitus kommen. Betroffene leiden dann unter starken Ohrgeräuschen, die meist als unangenehmes andauerndes Pfeifen wahrgenommen werden. Tatsächlich haben diese Geräusche gar keine Schallquelle, da es sich bei ihnen um fehlgeleitete Aktivitäten von Nervenzellen im Gehirn handelt.

Verletzungen des Trommelfells

Probleme mit dem Trommelfell werden ebenfalls durch ein sogenanntes „Barotrauma“ ausgelöst, beispielsweise bei einer schnellen Landung mit einem Flugzeug oder einer steilen Gondel- oder Autofahrt. Eigentlich kann das Mittelohr Veränderungen des Luftdrucks ausgleichen. Bei einer zu schnellen Veränderung oder einer verstopften Ohrtrompete (z.B. durch eine Erkältung oder eine Nasennebenhöhlenentzündung) kann es den Druck allerdings nicht mehr regulieren und Risse am Trommelfell sind in der Folge nicht auszuschließen.

Passend Behandeln – je nach Ursache

Durch die vielen verschiedenen Ursachen fällt es Patienten oft schwer, schnell die beste Therapie gegen Ohrenschmerzen und das richtige Medikament zu finden. Doch für jede Ursache gibt es auch eine passende Behandlung:

Ist die Ohrmuschel verletzt, handelt es sich vielfach um Hautentzündungen, denen unterschiedliche Ursachen zu Grunde liegen können:

Häufig liegen entzündete Ohrlöcher oder Allergien auf Schmuck vor – hier muss das Allergen künftig gemieden werden. Bei Hautexanthemen, die in Verbindung mit anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis oder Schuppenflechte auftreten, wird die hier zu Grunde liegende Erkrankung behandelt.

Offene Stellen an der Ohrmuschel oder Entzündungen sollten zunächst desinfiziert werden. Tritt keine Besserung ein und die Ohrmuschel ist gerötet, pocht und fühlt sich heiß an, sollte sicherheitshalber ein Hautarzt aufgesucht werden. Zur regelmäßigen Pflege der Ohrmuschel können feuchtigkeitsspende und leicht-fettende Cremes eingesetzt werden.

Ist der Gehörgang entzündet und angeschwollen, bieten Otodolor® Ohrentropfen mit Glycerol eine schnelle Hilfe. Das enthaltene Glycerol besitzt mehrere Eigenschaften, die für die Anwendung und Wirkung günstig wichtig sind:

  • Durch seinen öligen Charakter haftet es gut und legt sich wie ein Film auf die Haut des Gehörgangs; hierdurch wird die natürliche Schutzbarriere vor Reizungen, wie Zugluft oder eindringendem Wasser geschützt.
  • Darüberhinaus ziehen Ohrentropfen mit Glycerol Wasser an und binden es. Dem geschwollenen Gewebe wird so effektiv Wasser entzogen (osmotischer Effekt) und der unangenehme Druck im Gehörgang geht zurück. Die Schwellung im Ohr wird verringert und die Ohrenschmerzen nehmen spürbar ab.
  • Auch verhärteter Ohrenschmalz (Cerumen), der Ohrenschmerzen verstärken kann, wird durch spezielle Ohrentropfen mit Glycerol aufgeweicht und besser aus dem Ohr gelöst.
  • Otodolor® Ohrentropfen mit dem einzigen Bestandteil Glycerol sind bei all dem sehr gut verträglich und können sowohl zur Linderung von Ohrenschmerzen als auch vorbeugend zum Schutz und Pflege der Ohren verwendet werden.
Otodolor Ohrentropfen

Sind die Ohrenschmerzen Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, dann ist diese in jedem Fall vorrangig (mit-) zu behandeln.

Bei einer akuten Mittelohrentzündung ist ein Besuch beim Arzt unbedingt anzuraten. Um die teils starken Schmerzen erträglich zu machen, werden vielfach Schmerzmittel (Paracetamol- und Ibuprofen-haltige Präparate) verschrieben, als Saft (für Kinder) oder als Tabletten (für Erwachsene). Die Anwendung von schmerzstillenden Ohrentropfen wird dagegen nicht empfohlen, weil sie den Ort des Entzündungs- und Schmerzgeschehens gar nicht erreichen. Hat sich Eiter gebildet, so wird der Arzt falls nötig das Trommelfell öffnen, um diesen zu entfernen.

Die akuten Mittelohrentzündung ist eine in der Regel selbstlimitierende Erkrankung und heilt in 66% der Fällen innerhalb von 24 Stunden und in 78% der Fälle innerhalb von 2-7 Tagen spontan aus. Mit der Gabe eines Antibiotikums wird entsprechend der Leitlinie „Ohrenschmerzen“ der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin regelhaft erst dann begonnen, wenn Schmerzen und Fieber auch nach 24 bis 48 Stunden weiterbestehen. Dieses Vorgehen erfordert natürlich gerade bei Kindern eine sorgfältige Beobachtung sowie eine gute Aufklärung der Eltern.

Heilpraktiker empfehlen bei Ohrenschmerzen gerne die Homöopathie. Bessern sich die Beschwerden nach der Einnahme homöopathischer Mittel wie zum Beispiel Globuli jedoch nicht zeitnah, sollte unbedingt eine alternative Medikation angewandt werden.

Wann zum Arzt?

Sobald Ohrenschmerzen auftreten, fragen sich viele Betroffene, ob sie diese selbst behandeln können oder besser zum Arzt gehen. Eine allgemeingültige Antwort gibt es hier nicht. Findet sich eine naheliegende Ursache, wie z.B. ausgiebiger Wasserkontakt oder eine Autofahrt bei offenem Fenster und treten Schmerzen erst seit Kurzem und nicht zu ausgeprägt auf, kann zunächst versucht werden, mit einer Selbstmedikation Abhilfe zu schaffen. Bei länger anhaltenden ausgeprägten Beschwerden sollte hingegen möglichst umgehend ein Arzt, besser noch HNO-Arzt, aufgesucht werden, insbesondere bei Kindern. Wird eine Infektion oder Verletzung im Ohr zu spät erkannt, drohen bleibende Schäden. Um Risiken auszuschließen, wird der Hausarzt gegebenenfalls an einen spezialisierten Hals-Nasen-Ohren-Arzt überweisen.

Wann zum Arzt bei Ohrenschmerzen

Zur exakten Diagnose wird der Arzt bei jeder Untersuchung den Patienten zunächst nach der Art des Ohrenschmerzes und der genauen Stelle befragen. Mithilfe eines Otoskops prüft er, ob eine Entzündung vorliegt. Ist das Ohr durch Ohrenschmalz oder einen Fremdkörper verstopft, wird der Gehörgang mit einem Sauger oder einer Ohrendusche gereinigt. Falls nötig, wird eine Ohrenspiegelung (Otoskopie) durchgeführt.

Natürliche Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Selbstverständlich kann nicht jeder Ohrenschmerz mit Hausmitteln behoben werden. Bei eher leichten Beeinträchtigungen sind sie aber durchaus hilfreich:

Als eines der bewährtesten Hausmittel gegen Ohrenschmerzen gilt die Zwiebel. Ihre ätherischen Öle wirken antibakteriell, schleimlösend und stoffwechselanregend. Für ein Zwiebelsäckchen wird eine Zwiebel kleingeschnitten, ohne Fett kurz angedünstet und dann in ein dünnes Tuch ausgedrückt, sodass es sich mit Zwiebelsaft vollsaugt. Die warme Auflage mit der Zwiebel (Achtung, nicht heiß, vorher abkühlen lassen) wird anschließend für eine halbe Stunde auf das betroffene Ohr gelegt, mit einem sauberen Küchenhandtuch abgedeckt und mit einem Stirnband oder einer Mütze am Kopf fixiert. Die Zwiebelauflage kann dort so lange bleiben, solange sie warm ist.

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Wer gegen Ohrenschmerzen keine Zwiebel zur Hand hat, kann auch eine Kartoffel verwenden. Diese wird gekocht und anschließend in ein Tuch gewickelt, das dann ebenfalls warm (nicht heiß!) auf das Ohr gelegt wird. Petersilie hat denselben Effekt und wird ebenfalls zur äußeren Anwendung genutzt.

Ein weiteres Hausmittel gegen Ohrenschmerzen ist Senfmehl. Es wird mit warmem Wasser zu einer Paste verrührt und anschließend auf einem Tuch verteilt, das für eine Viertelstunde auf das Ohr gelegt wird. Diese Behandlung sollte jedoch nicht öfter als einmal am Tag stattfinden.

Auch Rotlicht kann Ohrenbeschwerden lindern. In einem Abstand von ungefähr 50 cm sollte eine Rotlichtlampe dabei nicht länger als zehn Minuten auf das betroffene Ohr strahlen. Aber bitte Achtung: Bei einer Gehörgangsentzündung ist von einer Behandlung mit Wärme abzuraten, hier sollte besser gekühlt werden. Dazu eignet sich gut ein Eisbeutel, der in einem Leinentuch auf das schmerzende Ohr gelegt wird.

6 einfache Tipps für gesunde Ohren

1) Behutsam reinigen

Reinigen Sie Ihre Ohrmuscheln stets im Rahmen Ihrer allgemeinen Körperpflege behutsam und nicht zu häufig. Das weitverbreitete „Ohrenputzen“ des Gehörgangs ist nicht nötig, vielfach sogar schädlich. Verletzungen am Ohr müssen vermieden werden, der Verzicht auf Wattestäbchen ist dabei ein guter Anfang. Auch harte oder spitze Gegenstände, wie Haar- oder Stricknadeln sollten nicht in den Gehörgang eingeführt werden, um dort Ohrenschmalz (Cerumen) zu entfernen. Sie haben im Ohr nichts verloren, da sie sehr schnell das Trommelfell verletzen. Am besten wird das Ohr nur äußerlich oder mit einer Ohrendusche gereinigt. Fakt ist, dass das Ohr sich ganz von selbst rein hält: Schützendes Ohrenschmalz (Cerumen) transportiert Schmutz, Hautschuppen oder winzige Fremdkörper aus dem Ohr heraus. Zudem erhält es den richtigen pH-Wert, um ein Bakterienwachstum und damit eine Infektion zu verhindern. Es besitzt also insgesamt eine wichtige Funktion.

2) Schön warm einpacken

Tragen Sie bei kalten Temperaturen oder bei drohender Zugluft immer eine wärmende, die Ohren bedeckende Kopfbedeckung, denn durch seine vielen Nervenenden wird das Ohr besonders durch Kälte gereizt. Warm eingepackt sind Ohren vor Schmerzen gut geschützt – und trendige Kappen und Mützen aus Fleece und Wolle oder Schals und Tücher sind ja auch modisch noch ein echter Hingucker.

3) Lärm meiden

Denken Sie daran, Ihre Ohren wo immer möglich vor Lärm zu schützen. Vorbeugender Lärmschutz ist für gesunde Ohren unerlässlich. Gerade am Arbeitsplatz, zum Beispiel in einer Werkstatt oder einer Fabrik, sollte unbedingt auf ausreichenden Hörschutz durch spezielle Kopfhörer oder Ohrstöpsel geachtet werden. Und natürlich ist es nicht gut, Musik ständig viel zu laut zu genießen. Bleibende Hörschäden können die Folge sein, im schlimmsten Fall droht ein Tinnitus.

4) Hörgeräteträger Tropfen rechtzeitig anwenden

Auch Hörgeräteträger, die durch ihr Hörgerät oft unter lokalen Reizungen im Ohr leiden, müssen auf den vorbeugenden Schutz mit Ohrentropfen aus reinem Glycerol nicht verzichten. Sie sollten die Tropfen (wie z.B. Otodolor®) regelmäßig jeweils circa eine Stunde vor dem Einsatz ihres Hörgerätes anwenden.

5) Kranke Ohren beim Fliegen entlasten

Bei Erkältungen ist Fliegen und Tauchen besonders risikoreich, da ein erkranktes Ohr nicht in der Lage ist, den Druck auszugleichen. Wer weiß, dass er oft Probleme mit rapiden Veränderungen des Luftdrucks hat, der kann prophylaktisch ein Nasenspray benutzen. Es wirkt abschwellend und unterstützt das Ohr beim Druckausgleich. Auch Kaugummikauen kann helfen, wenn beim Starten oder Landen im Flugzeug in kurzer Zeit viele Höhenmeter überwunden werden.

6) Kranke Ohren beim Fliegen entlasten

Ohrentropfen in die Haus- und Reiseapotheke
Um das Ohr beim Schwimmen zu schützen können Badekappen und Ohrstöpsel verwendet werden. Sie verhindern, dass Wasser und Keime in das Ohr gelangen und dort Entzündungen auslösen. Zugegebenermaßen werden diese von vielen nicht gerne getragen. Vorbeugend bieten sich alternativ daher auch Otodolor® Ohrentropfen mit Glycerol an.

Zumindest für Familien und Wassersportler empfiehlt es sich, immer vorsorglich ein paar Ohrentropfen in der Haus- und der Reiseapotheke griffbereit zu haben, damit weder das geliebte Freizeitvergnügen noch ein lang ersehnter Urlaub durch lästige Ohrenschmerzen getrübt werden. Die Tropfen können bei Klein und Groß zur Vorbeugung einer Badeotitis eingesetzt werden. Und treten nach dem Baden, Schwimmen oder Tauchen plötzlich doch erste leichte bis mäßige Ohrschmerzen auf, lässt sich mit der umgehenden Anwendung von Ohrentropfen und ein wenig Schonung Schlimmeres oft schon verhindern.